Prof. Dr. Andreas Krebs

Geboren 1976 in Trier. Studium der Alt-Katholischen Theologie (Kirchl. Examen), Philosophie, Germanistik, Bildungswissenschaften (Staatsexamen für Sekundarstufe II) und Mathematik (M. Sc.) an den Universitäten Bonn, Hagen, Oxford und Trier. 2006 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Trier („Worauf man sich verlässt. Sprach- und Erkenntnisphilosophie in Ludwig Wittgensteins ‚Über Gewißheit'“, Gutachter: Anselm W. Müller, Klaus Fischer). 2006–2009 Referendar und Studienrat in Hennef/Sieg und Trier. 2009-2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Alt-Katholischen Seminar der Universität Bonn, 2011–2015 Assistenzprofessor an der Theologischen Fakultät der Universität Bern, dort 2015 Habilitation in den Fächern Systematische und Ökumenische Theologie („Gottes Verheißung, Gottes Scheitern. Eine Theologie im Horizont der offenen Gottesfrage ausgehend von der Namensoffenbarung JHWHs in Exodus 3,14“, Gutachter/in: Magdalene L. Frettlöh, Klaus Rohmann). Seit 2015 Professor für Alt-Katholische und Ökumenische Theologie und Direktor des Alt-Katholischen Seminars der Universität Bonn.

Forschungsinteressen:

  • Alt-katholische Theologie und Theologiegeschichte
  • Ökumene und interreligiöser Dialog
  • Glaube und Kirche in der säkularen Gesellschaft – Empirische Kirchenforschung
  • Aspekte der Gottesfrage
  • Gender-Theologien
  • Theologie im Anthropozän
  • Ludwig Wittgenstein

Herausgeber der Zeitschrift „Alt-Katholische und Ökumenische Theologie

Mitgliedschaften:

Mitarbeit in ökumenische Kommissionen:

  • Deutscher Ökumenischer Studienausschuss (DÖSTA)
  • Dialogkommission der Vereinigt-Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland (VELKD-AKD-Dialog)
  • Anglican – Old Catholic International Coordinating Council (AOCICC)

Kontakt: +49 (0)228 73-7341 – E-Mail


Publikationen (in Auswahl, nach Themengebieten)

Alt-katholische Theologie und Theologiegeschichte

  • Der innerkatholische Kampf um die Wende zum Subjekt. Von Kant und Hermes über Günther zum Altkatholizismus, in: Benjamin Dahlke, Klaus Unterburger (Hg.): Georg Hermes (1775-1831), seine Anhänger und Gegner. Katholische Theologie im 19. Jahrhundert, im Erscheinen.
  • Beziehungsstifter. Zum alt-katholischen Priesterinnen- und Pfarrerinnenbild, in: Alt-Katholische und Ökumenische Theologie 5 (2020), 49–62.
  • Edition und Kommentierung: Joseph Hubert Reinkens, Hirtenbrief über das Gewissen, in: Alt-Katholische und Ökumenische Theologie 5 (2020), 9–30.
  • „Wir halten fest an der alten Verfassung der Kirche“. Ein Blick auf das Erste Vatikanische Konzil und seine Folgen aus alt-katholischer Sicht, in: Julia Knop, Michael Seewald (Hg.): Das Erste Vatikanische Konzil. Eine Zwischenbilanz 150 Jahre danach, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2019, 290–305.
  • beziehungs-weise. Nachdenken über Kriterien alt-katholischer Theologie, in: Alt-Katholische und Ökumenische Theologie 2 (2017), 3–22.
  • The Quest for a “New Catholicity” and the Future of Old Catholic Theology, in: Internationale Kirchliche Zeitschrift 107 (2017), 215–220.
  • Leben durch den Tod hindurch. Zur Symbolik des Opfers, in: Internationale Kirchliche Zeitschrift 103 (2013), 100–121.
  • Die Wirklichkeit Gottes. Zur Aktualität der Theologie Kurt Stalders. Beiträge zum Berner Symposium am 21. September 2012 aus Anlass des 100. Geburtstages Kurt Stalders (1912-1996), Bern: Staempfli 2013 [= Doppelnummer 3/4 der Internationalen Kirchlichen Zeitschrift 103].
  • „… den blühendsten Zustand der Kirche wieder herbeizuführen‟. Papstkritik und Alte Kirche bei Joseph Hubert Reinkens, in: Internationale Kirchliche Zeitschrift 101 (2011), 101–115.
  • Erlösung zur Freiheit. Die „doppelte Freiheit‟ Gottes und des Menschen in der Theologie Kurt Stalders [Ökumenische Studien 37], Münster: LIT 2011.

Ökumene und interreligiöser Dialog

  • Wege aus dem Unfehlbarkeitskäfig. Frühjahr 2021: Wie kommt die römisch-katholische Kirche aus der Sackgasse? Eine alt-katholische Sicht, in: Zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, 22.03.2021.
  • „Geboren aus der Jungfrau Maria“. Maria und eine Ökumene gemeinsamen Fragens, in: Matthias Felder, Frank Mathwig (Hg.): Das Apostolikum. Reformiert gelesen – ökumenisch akzentuiert, Zürich: TVZ 2020, 107–122.
  • (zus. mit Magdalene L. Frettlöh) „Rede also, was dir lieb ist‟. Zur Praxis der Parrhesia, in: Magdalene L. Frettlöh, „Mutuum colloquium…‟. Gehörige Wechsel- und Widerworte. Und eine Dialogvorlesung mit Andreas Krebs, Uelzen: Erev-Rav 2016, 35–60.
  • Kirche als beziehungsreicher Zwischenraum. Phil 1,3–11, in: Göttinger Predigtmeditationen 70 (2015/16), 477–482.
  • Dialogue and Truth. Kurt Stalder’s Contribution to Interreligious Dialogue, in: Douglas Pratt (Hg.): Interreligious Relations and Theological Reflection, Bern: Staempfli 2014 [= IKZ-BIOS 1], 65–79.
  • Widerspruch als Gehorsam? Überlegungen zu einem dialogischen Autoritätsverständnis, in: Peter-Ben Smit, Lidwien van Buuren (Hg.): Meester in Kerk en Recht [FS Jan Hallebeek], Amersfoort: Publicatieserie Stichting Oud-Katholiek Seminarie 2013, 92–101.
  • Friedrich Schleiermacher – interkulturell gelesen [Interkulturelle Bibliothek 95], Nordhausen: Bautz 2011.
  • Kirche und Kirchengemeinschaft. Zum Bericht der Internationalen Römisch-Katholisch–Alt- katholischen Dialogkommission, in: Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim 61 (2010), 9–11.
  • Der Anglikanische Bund. Eine Perspektive für die Anglikanische Gemeinschaft?, in: Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim 60 (2009), 74–76.

Glaube und Kirche in der säkularen Gesellschaft – Empirische Kirchenforschung

  • Zwischen Dissidenz und Sehnsucht nach Normalität. Zum alt-katholischen Umgang mit der Diaspora-Situation, in: Katharina Bracht, Thomas Söding (Hg.): Diaspora und Sendung, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, im Erscheinen.
  • Mehr als jede politische Strömung wollen kann. Ernst Gaugler über Kirche und politische Einmischung, in: Ruth Nientiedt (Hg.): Was hat Kirche mit Politik zu tun?, Bonn: Alt-Katholischer Bistumsverlag, im Erscheinen.
  • Die Gottesfrage offenhalten. Säkularisierung und universitäre Theologie aus alt-katholischer Sicht, in: Stefan Nacke, Marcus Optendrenk, Thomas Söding (Hg.): Die Gottesfrage an der Universität. Debatten über Religion und Wissenschaft, Freiburg i.Br. 2021: Herder, 97–107.
  • „Die Kirche als Schutzhort der Freiheit“. Der altkatholische Barthianer Ernst Gaugler und die Politik, in: Matthias Gockel, Andreas Pangritz, Ulrike Sallandt (Hg.): Umstrittenes Erbe. Lesarten der Theologie Karl Barths, Stuttgart: Kohlhammer 2020, 61–75.
  • Christologie und Säkularität. Ein Gespräch mit Charles Taylor, Karl Barth und Friedrich-Wilhelm Marquardt, in: Zeitschrift für Dialektische Theologie 68 (2018), 7–24.
  • Die Gebrochenheit des (ir-)religiösen Subjekts. Glaube, Nichtglaube und Säkularität bei Charles Taylor, in: Jutta Koslowski, Andreas Krebs (Hg.): Mission zwischen Proselytismus und Selbstabschaffung, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2017, 25–38.
  • Mit oder ohne Gott? Zum Gespräch zwischen Glaube und Atheismus, in: pro facultate. Mitteilungen der Freunde der Evangelisch-Theologischen Fakultät Bonn 15 (2017), 14–24.
  • (zus. mit Dirk Kranz) Persönliche Religiosität und Spiritualität in der Alt-Katholischen Kirche und ihrem Umfeld, in: Anja Goller, Andreas Krebs, Matthias Ring (Hg.), Weg-Gemeinschaft. Festschrift für Günter Eßer [GThAK B6], Bonn: Alt-Katholischer Bistumsverlag 2015, 57–71.
  • (zus. mit Dirk Kranz) Altkatholische Identität. Eine empirische Annäherung, in: Internationale Kirchliche Zeitschrift 104 (2014), 322–338.
  • (zus. mit Dirk Kranz) Religiosität in der Alt-Katholischen Kirche Deutschlands. Eine empirische Studie, Bern: Staempfli 2014 [= Doppelnummer 1/2 der Internationalen Kirchlichen Zeitschrift 104].

Aspekte der Gottesfrage

  • Gottes Verheißung, Gottes Scheitern. Eine Theologie im Horizont der offenen Gottesfrage ausgehend von der Namensoffenbarung JHWHs in Exodus 3,14, Freiburg i.Br.: Herder 2021.
  • Dieser Trost gilt nicht uns. Klgl 3,22–26.31–32, in: Göttinger Predigtmeditationen 75 (2021), im Erscheinen.
  • Ist Gott gescheitert? Mit Sergio Quinzio gegen Karl Barths Vergewisserungsästhetik, in: Georg Plasger (Hg.): Gotteserschütterung – Gottesvergewisserung. Die Gegenwartsrelevanz der Gotteslehre Karl Barths, Zürich: TVZ (im Erscheinen).
  • Auf schmalem Grat. Hiob 14,1–17 [im Dialog mit Christine Lavant], in: Göttinger Predigtmeditationen 73 (2019), 500–505.
  • „Aber ich will nicht in diese Welt gehören…‟ Fragmente zu Ivan Illich, in: Marianne Gronemeyer, Reimer Gronemeyer, Charlotte Jurk, Markus Jurk, Manuel Pensé (Hg.): „Aber ich will nicht in diese Welt gehören…‟ Beiträge zu einem konvivialen Denken nach Ivan Illich, Bielefeld: transcript 2018, 15–33.
  • Gott, der Unwandelbar-Wandelbare. Eine Lektüre von Exodus 3,1–15 im Licht eines dipolar-eschatologischen Gottesverständnisses, in: Karlheinz Ruhstorfer (Hg.): Unwandelbar? Ein umstrittenes Gottesprädikat in der Diskussion. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2018, 55–67.
  • Wählerische Liebe. Dtn 7,6–12 [im Dialog mit Franz Rosenzweig], in: Göttinger Predigtmeditationen 71 (2017), 351–355.
  • Über die Unmöglichkeit und Möglichkeit des Gebets. Reflexionen zu Psalm 77, in: Johann Hafner, Julia Enxing, André Munzinger (Hg.): Gebetslogik. Reflexionen aus interkonfessioneller Perspektive [Beihefte zur Ökumenischen Rundschau 103], Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2016, 140–150.
  • Dein Reich komme! Gottes Möglichkeit. Lk 17,20–24, in: Göttinger Predigtmeditationen 69 (2014/15), 493–498.
  • Nie spurlos an Gott vorbei? Überlegungen zu Kurt Stalders Wirklichkeitsverständnis, in: Andreas Krebs (Hg.):Die Wirklichkeit Gottes. Zur Aktualität der Theologie Kurt Stalders. Beiträge zum Berner Symposium am 21. September 2012 aus Anlass des 100. Geburtstages Kurt Stalders (1912-1996), Bern: Staempfli 2013 [= Doppelnummer 3/4 der Internationalen Kirchlichen Zeitschrift 103], 237–249.

Theologie im Anthropozän

  • Anthropo-Dezentrierungen. Über das Miteinander-Zurechtkommen im Anthropozän, in: Ökumenische Rundschau 70 (2021), im Erscheinen.
  • [Interview mit Johanna Di Blasi:] Hat Schöpfungstheologie ausgedient? RefLab-TheoLounge, 19. Juni 2021.
  • Verunsicherungen, in: Charlotte Jurk, Reimer Gronemeyer (Hg.): Was glaubst du eigentlich? Über das,was wir wissen und können und was nicht [FS Marianne Gronemeyer], Gießen: Verlag Wolfgang Polkowski 2020, 154–167.
  • Erntedank im Anthropozän, in: Göttinger Predigtmeditationen 74 (2020), 471-477.
  • Hoffnung nach dem Ende der Welt, in: Michaela Fink, Jonas Metzger, Anne Zulauf (Hg.): Was wird aus der Hoffnung? Interdisziplinäre Denkanstöße für neue Formen des Miteinanders [FS Reimer Gronemeyer], Gießen: Psychosozial-Verlag 2019, 23–31.

Gender-Theologien

  • Queere Theologien zwischen radikaler Orthodoxie und radikaler Kritik, in: Marianne Heimbach-Steins, Judith Könemann, Verena Suchhart-Kroll (Hg.): Gender (Studies) in der Theologie – warum und wozu?, Münster: Aschendorff, im Erscheinen.
  • (zus. mit Dominik Bodenstein) Riten zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, in: Julia Knop, Benedikt Kranemann (Hg.):Segensfeiern in der offenen Kirche. Neue Gottesdienstformen in theologischer Reflexion (QD 305), Freiburg i.Br.: Herder 2020, 195–209.
  • Gleichheit oder Differenz? Zur Debatte um Ehe und Partnerschaft, in: Christkatholisch 4/2019, 4–7.
  • (als Herausgeber, zus. mit Matthias Ring): Mit dem Segen der Kirche. Die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der theologischen Diskussion, Bonn: Alt-Katholischer Bistumsverlag 2018. Mit Beiträgen von Lothar Haag, Andreas Krebs, Charlotte Methuen, Mattijs Ploeger, Matthias Ring, Klaus Rohmann, Jochen Sautermeister, Peter-Ben Smit und Urs von Arx.
  • Sakramente als Beziehungsgeschehen, in: Andreas Krebs, Matthias Ring (Hg.): Mit dem Segen der Kirche, 125–134.
  • „In vielfältigen Formen wird seine Liebe in uns sichtbar.‟ Zum Stand der Diskussion um die Pluralisierung von Lebensformen im Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland, in: Ökumenische Rundschau 67 (2018), 47–62.
  • Gott queer gedacht, in: feinschwarz. Theologisches Feuilleton, 30. Juni 2017.
  • (zus. mit Dirk Kranz) Christentum und Homosexualität. Ein Rück- und Ausblick, in: Alt-Katholische und Ökumenische Theologie 1 (2016), 19–29.

Ludwig Wittgenstein

  • (zusammen mit Anja Weiberg) „Gewissheiten“, in: Stefan Majetschak, Anja Weiberg (Hg.): Wittgenstein Handbuch, Stuttgart: Metzler (im Erscheinen).
  • „Erklären und Beschreiben“, „Über Gewißheit“, „Weltbild“, in: Stefan Majetschak, Anja Weiberg (Hg.): Wittgenstein Handbuch (im Erscheinen).
  • Abschied von Athen. Philosophiekritik bei Franz Rosenzweig und Ludwig Wittgenstein, in: Magdalene L. Frettlöh, Andreas Krebs (Hg.): Von Jerusalem nach Athen und zurück über. . . [FS Hans Lichtenberger] (im Erscheinen).
  • Von Gott sprechen, in: Christkatholisch 14/2012, 2-3; Christen heute 1/2013, 11; niederländische Übersetzung: Spreken over God, in: De Oud-Katholiek 2871/2013, 12–13.
  • Halbes Sagen, halbes Verstehen. Zum Sinnverlust religiöser Rede, in: Magdalene L. Frettlöh, Andreas Krebs, T. Meireis: Tastend von Gott reden. Drei systematisch-theologische Antrittsvorlesungen aus Bern, Zürich: TVZ 2013, 45–72.
  • „Das Herz hat seine Gründe, welche die Vernunft nicht kennt‟. Blaise Pascal und Ludwig Wittgenstein über Vernunft und Glaube, in: Hamid R. Yousefi (Hg.): Das Wagnis des Neuen [FS Klaus Fischer], Nordhausen: Bautz 2009, 437–457.
  • Worauf man sich verlässt. Sprach- und Erkenntnistheorie in Ludwig Wittgensteins „Über Gewißheit‟, Würzburg: Königshausen & Neumann 2007.

Vollständige Publikationsliste